Regenwasser im Garten zu sammeln und für die Bewässerung zu nutzen, kann eine praktische Möglichkeit sein, vorhandene Niederschläge sinnvoll einzusetzen. Damit der Regenwasserspeicher zum eigenen Garten passt, sollten jedoch verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Neben dem gewünschten Speichervolumen spielen die verfügbare Stellfläche, die Dachfläche, der Wasserbedarf und die geplante Nutzung eine wichtige Rolle.
Flexible Regenwasserspeicher können insbesondere dann interessant sein, wenn keine aufwendigen Erdarbeiten vorgesehen sind. Oberirdische Lösungen lassen sich auf einer vorbereiteten Fläche aufstellen und können je nach Ausführung unterschiedliche Grundrisse bieten. Dadurch lassen sich auch Bereiche berücksichtigen, an denen nur begrenzt Platz zur Verfügung steht.
Welche Funktion soll der Regenwasserspeicher erfüllen?
Vor der Auswahl sollte zunächst feststehen, wofür das gesammelte Regenwasser verwendet werden soll. Im privaten Garten steht häufig die Bewässerung von Rasenflächen, Beeten, Sträuchern, Bäumen oder Pflanzgefäßen im Mittelpunkt. Bei größeren Gärten oder Grünflächen kann der Wasserbedarf entsprechend höher ausfallen.
Auch ein Gewächshaus kann regelmäßig Wasser benötigen. In diesem Fall ist es sinnvoll, den Speicherbedarf an den tatsächlichen Bewässerungsrhythmus anzupassen. Wer den Speicher hauptsächlich während trockener Perioden nutzen möchte, benötigt unter Umständen ein anderes Volumen als jemand, der regelmäßig größere Mengen Wasser entnimmt.
Ein Regenwasserspeicher sollte daher nicht allein nach dem verfügbaren Platz ausgewählt werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Wasserangebot und Wasserbedarf.
Die passende Speichergröße bestimmen
Das Speichervolumen gehört zu den wichtigsten Auswahlkriterien. Regenwasserzisternen beziehungsweise oberirdische Regenwasserspeicher sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Bei Regenwasserzisternen24 reicht das Sortiment laut den vorliegenden Angaben von 3.000 bis 50.000 Litern.
Welche Größe tatsächlich sinnvoll ist, hängt unter anderem von der angeschlossenen Dachfläche und den örtlichen Niederschlagsbedingungen ab. Gleichzeitig muss der Verbrauch berücksichtigt werden. Ein kleiner Garten mit geringem Wasserbedarf benötigt nicht automatisch einen sehr großen Speicher. Bei größeren Grünflächen, Gewächshäusern oder umfangreicher Gartenbewässerung kann dagegen ein höheres Fassungsvermögen sinnvoll sein.
Für eine realistische Planung sollten deshalb folgende Fragen beantwortet werden:
Wie groß ist die Dachfläche, von der Regenwasser gesammelt werden soll?
Wie viel Wasser wird im Garten ungefähr benötigt?
Wie häufig soll bewässert werden?
Wie viel Platz steht für den Speicher zur Verfügung?
Wie lange soll der gespeicherte Vorrat während trockener Phasen ausreichen?
Ein Größenrechner kann bei der ersten Einschätzung unterstützen. Die endgültige Auswahl sollte zusätzlich zu den individuellen Gegebenheiten des Grundstücks passen.
Der richtige Standort für einen oberirdischen Regenwasserspeicher
Ein oberirdischer Regenwasserspeicher wird nicht in den Boden eingesetzt. Stattdessen wird er auf einer vorbereiteten Fläche aufgestellt. Der Standort muss deshalb sorgfältig ausgewählt und vorbereitet werden. Bei der Auswahl eines Regenwasserspeicher für den Garten sollten Wasserbedarf, Auffangfläche und verfügbare Stellfläche gemeinsam betrachtet werden.
Wichtig ist vor allem eine ebene und tragfähige Fläche. Der Untergrund sollte für das Gewicht des gefüllten Speichers geeignet sein. Unebenheiten können die Aufstellung erschweren und sollten vor der Installation berücksichtigt werden.
Auch die Nähe zu den vorgesehenen Anschlussstellen spielt eine Rolle. Ein Standort in sinnvoller Nähe zur Regenwasserführung kann die Leitungsplanung vereinfachen. Gleichzeitig sollte genügend Raum für Anschlüsse, Schläuche und weitere Komponenten vorhanden sein.
Der Standort sollte außerdem so gewählt werden, dass austretendes Wasser keine Gebäude, Elektroanlagen oder Nachbargrundstücke gefährdet. Die Führung des Überlaufs gehört daher bereits zur Standortplanung.
Verschiedene Grundrisse für unterschiedliche Stellflächen
Nicht jeder Garten bietet eine große freie Fläche. Gerade bei kleineren Grundstücken, schmalen Bereichen oder speziellen baulichen Gegebenheiten kann die Form des Speichers eine wichtige Rolle spielen.
Flexible Regenwasserspeicher mit unterschiedlichen Grundrissen können hier mehr Möglichkeiten bieten. Statt ausschließlich auf ein bestimmtes Standardformat angewiesen zu sein, lässt sich die verfügbare Fläche bei der Auswahl stärker berücksichtigen.
Vor dem Kauf sollte deshalb nicht nur die Literzahl betrachtet werden. Auch Länge, Breite und verfügbare Höhe sowie der tatsächliche Platzbedarf am vorgesehenen Standort sind relevant.
Regenwasser sammeln und zum Garten führen
Damit der Speicher genutzt werden kann, muss das Regenwasser vom vorgesehenen Zulauf zum Speicher geführt werden. Dafür können passende Anschlusskomponenten erforderlich sein. Zum Sortiment von Regenwasserzisternen24 gehören unter anderem Regensammler, Schläuche, Schellen und weiteres Anschlusszubehör.
Die Leitungsführung sollte möglichst übersichtlich geplant werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Anschlüsse gut erreichbar bleiben und die Leitungen passend zum Standort verlegt werden.
Neben dem Zulauf muss auch der Überlauf berücksichtigt werden. Wenn der Speicher vollständig gefüllt ist und weiteres Regenwasser zufließt, muss dieses kontrolliert abgeführt werden können. Die Planung des Überlaufs sollte deshalb bereits vor der Aufstellung erfolgen.
Wasserentnahme für die Gartenbewässerung
Für die Entnahme des gespeicherten Regenwassers kann eine externe Pumpe eingesetzt werden. Welche Pumpe geeignet ist, hängt vom jeweiligen Bewässerungssystem und den baulichen Bedingungen ab.
Bei der Auswahl können insbesondere die benötigte Fördermenge, der erforderliche Betriebsdruck, die Leitungslänge und vorhandene Höhenunterschiede berücksichtigt werden. Eine Pumpe ist nicht automatisch Bestandteil des Tankpreises und sollte deshalb bei der Planung der Gesamtlösung separat betrachtet werden.
Je nach Garten kann eine einfache Wasserentnahme ausreichen, während bei größeren Entfernungen oder bestimmten Bewässerungssystemen andere Anforderungen entstehen können. Die technische Ausstattung sollte deshalb auf den konkreten Anwendungsfall abgestimmt werden.
Regenwasserspeicher nachrüsten
Auch ein bestehender Garten kann für die Regenwassernutzung vorbereitet werden. Bei einer Nachrüstung müssen zunächst die vorhandenen Möglichkeiten geprüft werden. Dazu gehören die Dachentwässerung, die verfügbare Stellfläche, die Leitungswege und der gewünschte Entnahmebereich.
Eine oberirdische Zisterne kann bei einer Nachrüstung interessant sein, weil kein Eingraben des Speichers erforderlich ist. Trotzdem sollte der Standort sorgfältig vorbereitet werden. Auch bei einer Nachrüstung müssen Zulauf, Überlauf und Wasserentnahme sinnvoll geplant werden.
Was sollte vor dem Kauf geprüft werden?
Vor der Bestellung eines Regenwasserspeichers empfiehlt sich eine kurze Bestandsaufnahme. Dabei können Dachfläche, Wasserbedarf und Stellfläche ermittelt werden.
Ebenso sollte geprüft werden, welche Abmessungen am vorgesehenen Standort möglich sind. Bei engen Bereichen kann die Wahl eines passenden Grundrisses entscheidend sein.
Zusätzlich sollten die Produktinformationen zur jeweiligen Ausführung betrachtet werden. Angaben zu Maßen, Varianten, Lieferumfang und Preis helfen dabei, die gewünschte Lösung mit den eigenen Anforderungen abzugleichen.
Häufig gestellte Fragen zum Regenwasserspeicher für den Garten
Wie groß sollte ein Regenwasserspeicher für den Garten sein?
Die passende Größe hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die verfügbare Dachfläche, der örtliche Niederschlag, der Wasserbedarf und die gewünschte Dauer der Nutzung. Auch die verfügbare Stellfläche beeinflusst die Auswahl. Ein Größenrechner kann bei der ersten Orientierung helfen.
Kann ein Regenwasserspeicher oberirdisch aufgestellt werden?
Ja, entsprechende Regenwasserspeicher können oberirdisch auf einer vorbereiteten Fläche aufgestellt werden. Dafür ist kein Eingraben notwendig. Entscheidend ist, dass der Untergrund eben, tragfähig und für die vorgesehene Belastung geeignet ist.
Welche Vorteile bietet eine Zisterne ohne Eingraben?
Eine oberirdische Lösung kann die Planung vereinfachen, weil keine Erdarbeiten für den Speicher notwendig sind. Außerdem lässt sich der Standort anhand der vorhandenen Stellfläche planen. Besonders bei Nachrüstungen oder Grundstücken, auf denen umfangreiche Erdarbeiten nicht vorgesehen sind, kann diese Bauform interessant sein.
Eignet sich ein Regenwasserspeicher für die Gartenbewässerung?
Ja. Regenwasserspeicher können dafür genutzt werden, gesammeltes Regenwasser für die Bewässerung von Gärten und Grünflächen bereitzustellen. Die benötigte Speicherkapazität sollte dabei an den tatsächlichen Wasserbedarf angepasst werden.
Kann Regenwasser auch für ein Gewächshaus gesammelt werden?
Ja. Ein Regenwasserspeicher kann auch für die Wasserversorgung bei der Bewässerung von Gewächshäusern eingeplant werden. Dabei sollte berücksichtigt werden, wie viel Wasser regelmäßig benötigt wird und welche Dach- beziehungsweise Auffangfläche für die Sammlung zur Verfügung steht.
Was muss beim Aufstellort beachtet werden?
Der Untergrund sollte eben, tragfähig und für die Aufstellung geeignet sein. Außerdem müssen Zulauf, Überlauf und Entnahme gut erreichbar und sinnvoll geführt werden können. Der Standort sollte so gewählt werden, dass austretendes Wasser keine Gebäude, Elektroanlagen oder Nachbargrundstücke gefährdet.
Sind flexible Regenwasserspeicher für schmale Stellflächen geeignet?
Je nach Ausführung können unterschiedliche Grundrisse die Nutzung von schmalen oder begrenzten Stellflächen ermöglichen. Deshalb sollten neben dem Fassungsvermögen auch Länge, Breite und die konkrete Form des Speichers berücksichtigt werden.
Welche Größen sind bei Regenwasserzisternen24 erhältlich?
Nach den vorliegenden Produktinformationen umfasst das Sortiment oberirdische Regenwasserspeicher von 3.000 bis 50.000 Litern. Die konkrete Auswahl sollte anhand des Wasserbedarfs, der Dachfläche und der verfügbaren Stellfläche getroffen werden.
Ist eine Pumpe im Preis des Regenwasserspeichers enthalten?
Eine Pumpe und zusätzliche Ausstattung sind nicht automatisch im Tankpreis enthalten. Bei der Planung sollte deshalb geprüft werden, welche Komponenten für die gewünschte Wasserentnahme benötigt werden.
Welche Pumpe eignet sich für die Gartenbewässerung?
Das hängt von den Anforderungen des jeweiligen Bewässerungssystems ab. Fördermenge, Betriebsdruck, Leitungslänge und Höhenunterschiede spielen bei der Auswahl eine Rolle. Eine passende Pumpe sollte daher anhand der konkreten Gegebenheiten ausgewählt werden.
Kann ein vorhandener Garten nachträglich mit einem Regenwasserspeicher ausgestattet werden?
Ja, eine Nachrüstung ist grundsätzlich planbar. Dabei sollten die vorhandene Regenwasserführung, die Dachfläche, der Standort und die gewünschte Wasserentnahme berücksichtigt werden. Eine oberirdische Lösung kann dabei ohne Eingraben des Speichers auskommen.
Welche Anschlüsse werden für einen Regenwasserspeicher benötigt?
Das hängt von der jeweiligen Ausführung und dem geplanten Einsatz ab. Zum Anschluss können beispielsweise Regensammler, Schläuche, Schellen und weitere Verbindungselemente benötigt werden. Auch der Überlauf sollte bei der Planung berücksichtigt werden.
Was passiert, wenn der Regenwasserspeicher voll ist?
Wenn der Speicher seine maximale Kapazität erreicht, muss zusätzlich zufließendes Wasser über einen geeigneten Überlauf abgeführt werden. Die Überlaufplanung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Installation.
Ist gespeichertes Regenwasser als Trinkwasser vorgesehen?
Nein. Die beschriebenen Regenwasserspeicher sind für die Nutzung von Regenwasser vorgesehen und nicht als Trinkwasserspeicher gedacht. Der geplante Einsatz sollte entsprechend auf geeignete Bereiche wie die Gartenbewässerung ausgerichtet werden.
Wie kann man die richtige Größe vor dem Kauf bestimmen?
Als Grundlage dienen Dachfläche, Niederschlagsmenge, Wasserbedarf und verfügbare Stellfläche. Ein Größenrechner kann die Planung unterstützen. Zusätzlich sollten die Maße und der Grundriss des gewünschten Speichers mit dem vorgesehenen Aufstellort verglichen werden.
Fazit
Die Auswahl eines passenden Regenwasserspeichers für den Garten sollte auf einer Kombination aus Wasserangebot, Wasserbedarf und räumlichen Möglichkeiten beruhen. Neben dem Fassungsvermögen sind insbesondere Dachfläche, Niederschlag, Stellfläche, Grundriss, Zulauf und Überlauf wichtige Planungspunkte.
Oberirdische und flexible Regenwasserspeicher können eine Lösung für Gärten, Gewächshäuser und größere Grünflächen darstellen, wenn eine vorbereitete und tragfähige Fläche zur Verfügung steht. Durch unterschiedliche Speichergrößen und Grundrisse lassen sich verschiedene Anforderungen berücksichtigen.
Wer die Nutzung von Regenwasser von Anfang an sorgfältig plant, kann den Standort, die Speichergröße und die benötigte Ausstattung besser aufeinander abstimmen. So entsteht eine Regenwasserlösung, die sich an den individuellen Gegebenheiten des Gartens orientiert.
